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Makrobild Nr. 21 vom 21. Juli 2019

Albert Edwards, der schon seit Ende der 1990er-Jahre vor japanischen Verhältnissen in Europa und den USA warnt und von einer Eiszeit an den Kapitalmärkten spricht, steht mit seiner Prognose nicht allein da: Immer mehr namhafte Beobachter erwarten auch in den USA im Zuge der nächsten Rezession negative Zinsen auf zehnjährige Staatsanleihen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass schon heute weltweit Anleihen über 10 Billionen USD nur noch Negativzinsen abwerfen.

Der Grund: Nach Jahrzehnten der zu laschen und asymmetrischen Geldpolitik:

- sind die weltweiten Vermögenswerte zu hoch (und dürfen nicht fallen),
- sind die Schulden zu hoch (und können nicht fallen, ohne die Vermögenswerte kollabieren zu lassen),
- ist der Verschuldungsgrad („Leverage“) von Realwirtschaft und Finanzsektor zu hoch,
- ist der realwirtschaftliche Impuls neuer Schulden zu gering
- und die Zombifizierung der Unternehmen zu weit fortgeschritten.     

Monetarisierung der Schulden: Sind Ausweichreaktionen unter Kontrolle gebracht, kann man sich auf die weitere Manipulation konzentrieren. Da ist zunächst die schon länger diskutierte „Monetarisierung“ der Schulden. Gemeint ist, dass die Noten-banken die aufgekauften Schulden von Staaten und Privaten einfach annullieren. Sie könnten sie auch einfach für hundert Jahre zins- und tilgungsfrei stellen, was ökonomisch auf das Gleiche hinausliefe. Beobachter gehen davon aus, dass eine solche Maßnahme, so sie denn einmalig bleibt, keine Gefährdung für den Geldwert darstellte. Was wirklich passiert, wird man sehen. In Japan, das uns auf dem Weg der Monetarisierung einige Jahre voraus ist, dürfte es schon in wenigen Jahren dazu kommen.Helikopter-Geld: Das Entsorgen der Altschulden über die Bilanzen der Notenbanken dürfte zur Lösung der Probleme nicht genügen. Die Zombies wären weiter da, die ungedeckten Verbindlichkeiten der Staaten blieben ungedeckt, die Produk-tivitätsfortschritte wären immer noch schwach und die Erwerbsbevölkerungen würden weiter deutlich zurückgehen. Das Wachstum bliebe also zu gering, um soziale Spannungen zu mindern. Die Antwort darauf liegt in staatlichen Konjunktur-programmen, direkt von den Notenbanken finanziert. In Anlehnung an Milton Friedman spricht man von „Helikopter-Geld“. Das wird in diesem Fall nicht aus Helikoptern abgeworfen, sondern dem Staat geschenkt, damit der es unter die Leute bringt, zum Beispiel, indem er investiert. Auch hier mehren sich die Stimmen in der Wissenschaft, die in diesem Vorgehen das Normalste aller Dinge sehen. Modern Monetary Theory (MMT): Doch warum eigentlich nur im Krisenfall den Staat direkt von der Notenbank finanzieren lassen? Wäre es nicht ohnehin besser, wenn man den Staat dauerhaft und grosszügig direkt von der Notenbank finanzierte, anstatt wie heute den Umweg über die Geschäftsbanken zu gehen? Vorreiter dieser Überlegungen, bezeichnen es als „Modern Monetary Theory“. Als Skeptiker müsste man anführen, dass es so „modern“ nicht ist, wurde es doch schon in der Weimarer Republik ausprobiert. Die Befürworter sehen das natürlich ganz anders. Ihnen zufolge können Staaten, die die Kontrolle über die eigene Notenbank haben (also z. B. die USA, aber eben nicht Italien) so viel neu geschaffenes Geld ausgeben, wie sie wollen, solange die Wirtschaft unausgelastete Kapazitäten hat, sowie innovativ und produktiv genug ist, um alle Wünsche zu erfüllen! Und sollte dennoch Inflation drohen, müsste der Staat über Steuern nur einen größeren Teil des Geldes, das er in den Kreislauf gebracht hat, wieder entziehen. So gesehen, waren Zimbabwe, Venezuela und Weimar-Deutschland auf dem richtigen Weg und haben nur bei der Besteuerung nicht richtig aufgepasst.

Eindeutig ist, dass im Zuge der nächsten Krise oder Rezession, die Notenbanken den bisherigen Weg mit noch mehr Konsequenz fortsetzen werden. Man könnte als rationaler Beobachter meinen, dass sie aus den bisherigen Fehlern gelernt hätten. Dem ist aber nicht so, würde doch jeder Notenbanker entrüstet von sich weisen, überhaupt einen Fehler gemacht zu haben.

Kapitalverkehrsbeschränkungen: Adäquat werden Beschränkungen des freien Kapitalverkehrs in Abhängigkeit vom Um-feld als geeignetes Instrument gesehen, um Krisen vorzubeugen und Finanzmärkte zu stabilisieren. Dabei sind sie unvermeid-bar, wenn man die Flucht der Sparer verhindern will. Fallen Bargeld und Gold als Ausweichmöglichkeiten weg, muss nur noch die Flucht in ausländische Währungen abgewendet werden, um die Sparer unter Kontrolle zu bekommen.

Kampf gegen das Gold: Ergänzend dazu erklärt der IWF in einem weiteren Arbeitspapier, dass Gold ein destabilisierender Faktor für die Wirtschaft ist. Dies ist natürlich richtig, wenn man ein System unterstützt, in dem beliebig viel Liquidität ge-schaffen werden kann und soll, um die Wirtschaft zu beleben. Da nirgendwo eine Rückkehr zum Goldstandard erkennbar ist, fragt man sich schon, wieso der IWF gerade heute mit diesem Thema kommt. Ein Grund könnte sein, eine solide Finanz- und Geldpolitik zu diskreditieren. Ein anderer, die moralische Argumentation für eine Einschränkung privaten Goldbesitzes zu liefern. Denn Gold ist das ultimative Geld, in das man flüchten kann und sollte angesichts dessen, was uns bevorsteht. Wer denkt, ein Verbot privaten Goldbesitzes sei undenkbar, der sei an die Geschichte erinnert!

Kampf gegen das Bargeld:
Schon seit Jahren läuft eine Kampagne gegen die Nutzung von Bargeld. Zunächst haben Öko-nomen wie der ehemalige Chefvolkswirt des IWF, Kenneth Rogoff, dafür plädiert, Bargeld möglichst weitgehend abzuschaf-fen; vordergründig, um Schattenwirtschaft und Kriminalität zu bekämpfen. Dann wurde der 500-Euro-Schein abgeschafft, was die Lagerkosten für Bargeld deutlich erhöht. Nun kam der IWF mit der Idee, Bargeld zu versteuern für den Fall, dass es auf dem Bankkonto Negativzinsen gibt. All dies passt zu dem Szenario einer geplanten Entwertung von Geld und damit von Forderungen und Schulden.

Dass Notenbanker und Politiker über dieses Thema intensiv nachdenken, zeigt die Flut an Testballons, die in den letzten Jahren aus der akademischen Welt lanciert wurden. Die Liste der in die Diskussion gebrachten Ideen ist durchaus in sich konsistent. Es geht darum, den Notenbanken den Weg zu noch negativeren Zinsen und weiteren umfangreichen Liquiditätsspritzen zu ermöglichen und zugleich die Fluchtmöglichkeiten aus dem System zu begrenzen:

Wir haben uns in die Ecke manövriert und es fällt immer schwerer, sich einen schmerzlosen Ausweg vorzustellen. Oder fällt den Notenbanken noch etwas ein, um das System eine Runde weiterzudrehen und allen noch ein paar ange-nehme Jahre steigender Vermögenspreise, stabiler Konjunktur und Wohlstandsillusion auf Pump zu ermög-lichen?
 

SWISSMASTER Modul globales Makrobild

Nr. 19 vom 1. Juli 2019

Der Zweite Weltkrieg hat in einer grossen, schmerzhaften Presswehe den modernen Westen hervorgebracht. Mit der Gründung der NATO, Anfang April, vor genau 70 Jahren, wurde dem schutzlosen Neuen, dem noch unförmigen und un-deutlichen Etwas, die Geburtsurkunde ausgestellt.

Die Gründung der NATO war zugleich die lebensbejahende Antwort des Westens auf Josef Stalin, der sich anschickte, aus Europa einen sowjetischen Vasallenkontinent zu schmieden. Das NATO-Bündnis – mit seinen ökonomischen Ressourcen und seinen ideellen Werten – trotzte dem Warschauer Pakt und seiner Idee eines „Sozialismus der Galgen“, wie Albert Camus sich ausdrückte.

Zu verdanken hat die NATO ihre Feuer- und damit Lebenskraft den USA, damals wie heute. Über 3.2 Millionen Solda-ten, 18.115 Panzer, 21.125 Kampfjets und 1.799 Kriegsschiffe verfügen die NATO-Staaten – 40% davon stellen die Ver-einigten Staaten. Hinzu kommt gewissermassen als Premium-Waffe die Atombombe. 150 Stück haben die USA zur nuklearen Abschreckung in Europa – unter anderem auch in Deutschland – stationiert.

Von Zeit zu Zeit wird die Botschaft der Abschreckung auch praktisch erneuert. Wer sich mit einem oder mehreren NATO-Staaten anlegt – wie zuletzt Slobodan Milošević, Osama bin Laden, Saddam Hussein oder Mohammed Gaddafi – wird seines Lebens nicht mehr froh. Das war nie schön, aber immer wirkungsvoll. Der Westen verdankte seine Existenz stets beidem: seinen Werten und seiner Wehrhaftigkeit.

Diese Dualität trägt offenbar aber nicht mehr. Amerika ist unwillig und Deutschland resp. die EU unfähig, die dafür getroffenen Verabredungen einzuhalten. Aussenminister Heiko Maas versprach zwar in Washington: „Auf Deutschland ist Verlass.“ Aber jeder weiss, dass Merkels Versprechen, zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts für die Verteidigung auszu-geben, längst kassiert wurde. Es gibt keine Haushaltsplanung, die zu diesem Ziel führt. Die Grosse Koalition in Deutschland ist nicht bereit, die militärische Respekt-Rente zu zahlen.

Die USA erleiden durch ihre Sanktionen und den Umsturzversuch in Venezuela selbst erheblichen Schadenimmer mehr Länder wenden sich vom US-dollarzentrierten System ab und suchen nach Alternativen.

Venezuela war eine Erdöl-Monokultur. Seine Exporteinnahmen wurden hauptsächlich für Nahrungsmittel und andere Grundbedürfnisse ausgegeben, die auch im Land produziert hätten werden können. Sein grösster Handelspartner waren die USA. Es verschuldete sich also trotz seines Erdölreichtums im Ausland.

Von Anfang an hatten US-Erdölkonzerne gefürchtet, dass Venezuela eines Tages seine Erdöleinnahmen seinem Volk zugute-kommen lassen würde, anstatt es der US-Erdölindustrie und seiner lokalen Mittler-Aristokratie zu erlauben, den Rahm abzu-schöpfen. Und so hielt diese Erdölindustrie mit Unterstützung der US-Diplomatie Venezuela gleich in zweierlei Hinsicht als Geisel.

Erstens wurden die Erdöl-Raffinerien nicht in Venezuela, sondern auf Trinidad und in den südlichen Staaten der US-Golfküste gebaut. Damit machten es die US-Erdölkonzerne – oder die US-Regierung – Venezuela unmöglich, auf eigenen Beinen zu stehen und eine unabhängige Strategie mit seinem Erdöl zu verfolgen, denn dieses musste ja raffiniert werden. Es bringt ja nichts, Erdöl zu haben, wenn man es nicht raffinieren und damit gebrauchsfertig machen kann.

Zweitens liessen sich Venezuelas Zentralbanker dazu überreden, die Erdölreserven und alle Vermögenswerte aus dem staatlichen Erdölsektor einschliesslich Citgo als Sicherheit für Venezuelas Auslandsschulden einzusetzen. Wenn also Venezuela selbst in Zahlungsverzug geriet – oder in den Verzug gezwungen wurde durch US-Banken, die termingerechte Zahlungen auf seine Auslandsschulden verweigerten –, waren Anleihegläubiger und grosse US-Erdölkonzerne per Gesetz berechtigt, sich venezolanisches Erdölvermögen anzueignen.

Diese Politik zugunsten der USA machte Venezuela zu einer typischen polarisierten lateinamerikanischen Oli-garchie. Obwohl nominell reich an Erdöleinnahmen, konzentrierte sich sein Reichtum in den Händen einer pro-US-ameri-kanisch gestimmten Oligarchie. Sie liess zu, dass seine Binnenentwicklung von Weltbank und IWF kontrolliert und gesteuert wurde.

Indem die USA Sanktionen verhängen, die Venezuela den Zugang zu ihren Bankkonten in den USA und den Vermögens-werten der staatlichen Citgo verwehren, verunmöglichen sie es Venezuela, seine Auslandsschulden zu begleichen. Dadurch wird Venezuela in den Zahlungsverzug gezwungen.

Genau dies hoffen US-Diplomaten dann als Vorwand dafür zu benutzen, Venezuelas Erdölvorkommen zu zwangs-vollstrecken und sich seine Auslandsvermögen anzueignen – in etwa so, wie es der Paul-Singer-Hedgefonds mit Argentiniens Auslandsvermögen versucht hatte.

Die US-Politik unter Kissinger hatte beabsichtigt, Chiles "Wirtschaft zum Schreien zu bringen", und die USA ver-folgen gegen Venezuela die gleiche Strategie.

Sie wollen an Venezuela ein Exempel statuieren: Andere Länder sollen ja nicht auf die Idee kommen, in ihrem eigenen Interesse zu handeln und damit zu verhindern, dass ihre Wirtschaftsüberschüsse in die Taschen von US-amerikanischen Investoren fliessen.

Der Preis, den die USA für ihre wirtschaftliche Attacke auf Venezuela bezahlen, ist das Zerbrechen des globalen Finanzsystems.

Maduros defensive Schritte zeigen anderen Ländern, dass sie sich davor schützen müssen, ein "zweites Venezuela" zu wer-den, indem sie sich einen neuen sicheren Hafen und eine neue Zahlstelle für ihr Gold, ihre Devisenreserven und die Finan-zierung ihrer Auslandsverschuldung suchen – weg von US-Dollar, Pfund Sterling und Euro.

Einzig auf der institutionellen Ebene kann Maduro erfolgreich kämpfen – er wird den Einsatz erhöhen müssen, um neue Wege einzuschlagen. Sein Plan – dies ist selbstverständlich eine langfristige Planung – besteht darin, Katalysator für eine neue internationale Wirtschaftsordnung zu sein, die unabhängig vom US-Dollar-Standard ist. Auf kurze Sicht wird das nur funktionieren, wenn die USA glauben, dass sie aus diesem Kampf als ehrliche Finanzvermittler, als ehrliches Bankensystem und als Unterstützer von demokratisch gewählten Regierungen hervorgehen können. Die Trump-Administration zerstört diese Illusion gründlicher, als es jeder antiimperialistische Kritiker oder Wirtschaftskonkurrent könnte!

Wie viel Beistand können China, Russland und der Iran leisten und wie viel können sie tun, um zu helfen?

Glauben Sie, dass diese drei Länder zusammen der Sabotage, der Zersetzung und den Sanktionen der USA entgegenwirken können?

Keines dieser Länder ist derzeit in der Lage, venezolanisches Öl zu raffinieren. Das erschwert es ihnen, von Venezuela Zahlungen in Erdöl entgegenzunehmen. Einzig ein langfristig angelegter, im Voraus bezahlter Liefervertrag würde noch funktionieren. Und selbst dann – was würden China und Russland tun, wenn die USA einfach ihr Eigentum in Venezuela an sich rissen oder sich weigerten zuzulassen, dass Russlands Erdölunternehmen Citgo übernimmt?

In diesem Fall wäre die einzige Antwort, US-Investitionen im eigenen Land als Kompensation zu beschlagnahmen.

 

 

Für heute einmal ein Gastkommentar von Markus Menzi (Original PDF bei mir oder beim Urheber direkt verlangen). Wir haben übrigens zusammen ein interessantes Konzept anzubieten, das wir Ihnen unter PRIMEMASTER gerne vorstellen (auch hier einfach PN an mich).

Danke für Ihr wohlwollendes Interesse.

FACH KOMPASS

Sonntag 23. Juni 2019

„Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann, tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“

(Magret Mead)

 

 

Inhalt

Wo liegt die kritische Masse in der Meinungs- und Bewusstseinsbildung?_______________________ 1

Es ist zu hoffen, dass dieser unrühmliche Vorfall ein Einzelfall bleiben wird_____________________ 1-2

Spektakuläre Bewegung beim Bitcoin über das Wochenende (Sinnfrage)_____________________________ 3

Dow Jones, Gold/Unze in Dollar, Dollarindex & EURUSD________________________________________ 4-5

Kontakt_______________________________________________________________________________ 6

 

Wo liegt die kritische Masse in der Meinungs- und Bewusstseinsbildung?

Als kritische Masse wird der Punkt bezeichnet, an dem eine Organisation, Partei oder ein Projekt genügend Eigendynamik oder Marktanteil oder eben Wähleranteil hat, um sich selbst zu erhalten oder zusätzliche Investitionen verdient. Je nach Quelle liegt diese kritische Masse bei nur gerade 7-10%.

Top-Manager, Unternehmer sowie Politiker unterschätzen in der Regel diese kritische Masse, die im World – Wide – Web anhand Social Media Plattformen viel schneller als früher erreicht werden kann.

Ganz sicher wird aus diesem Grund die freie Meinungsbildung über das Web in China stark eingeschränkt und vor allem zensuriert. In Russland geht man einen anderen aber ähnlichen Weg. Es werden Repressionen und Einschüchterungen angewendet, und zudem versuchen einflussreiche Kreise mit manipulierten Informationen oder Fake - News die Meinungsbildung stark zu beeinflussen.

Auch in westlichen und vordergründig demokratischen Nationen wie den USA sowie vielen Länder in Europa versuchen Politiker, Wirtschaftskapitäne und Kreise mit grosser Machtfülle, das World – Wide – Web unter Kontrolle zu bringen, zu zensurieren oder zu manipulieren. Zum Glück und verständlicherweise geht das bei demokratischen Strukturen nicht so einfach wie in Diktaturen und Semi - Diktaturen. Der mündige und positiv eingestellte 7 – 10 % Anteil wird dieses Spiel schnell durchschauen und Gegenmassnahmen einleiten. Leider, und das muss auch gesagt werden, sollte der negativ und repressiv eingestellte Anteil die kritische Masse zur selben Zeit erreichen, können Irritationen und Verunsicherung sich bei grossen Teilen der Bevölkerung breitmachen und gemischte Resultate produzieren. Es ist dann zu hoffen, dass sich der positive Anteil mit der Zeit trotzdem durchsetzen vermag.

Es ist zu hoffen, dass dieser unrühmliche Vorfall ein Einzelfall bleiben wird

Umweltschutzchaoten hatten Montagnacht in Köln 4 Porsche angezündet. Es liegt ein Bekennerschreiben vor, indem die Beweggründe genannt wurden. https://www.t-online.de/nachrichten/id_85938930/koeln-vier-porsche-ausgebrannt-bekennerschreiben-aufgetaucht.html

Mein Kommentar auf Xing betreffend diesem unrühmlichen Ereignis viel kurz und folgendermassen aus;

https://www.xing.com/communities/posts/greta-thunberg-schon-jetzt-schwedens-frau-des-jahres-1016108314?comment=36641101

Da läuft wirklich etwas komplett schief! Sie disqualifizieren sich damit von selbst. Klimaschutzextremisten haben wohl keine Ahnung von Chemie und wie viel Giftstoffe bei einem Autobrand freigesetzt werden. Hoffentlich nahmen sie sich eine große Portion Nase voll mit. Ich kann nur sagen absurd hoch 2 und macht klar, dass diese Leute nichts rein gar nichts verstanden haben. " behandelt endlich andere Personen gleich wie auch ihr von ihnen behandelt werden wollt"

 

 

Ich zitiere zur Erinnerung nochmals meinen FACH Kompass vom letzten Sonntag;

Die neuesten Trends und Zeitgeist in der Umweltpolitik bereitet mir Bedenken und Sorgen. Ich beschäftige mich seit Ende der siebziger Jahre mit technischen Möglichkeiten, um Mensch und Umwelt zu schützen. Ich frage mich nun allen Ernstes, warum wurden diese Technologien viele Jahrzehnte zurückgehalten und vor allem, warum soll nun in Hektik die Energiewende und Elektromobilität Hals über Kopf und ohne dringend benötige Vorbereitung umgesetzt werden? Kann es sein, dass gerade diese Polit-, Wirtschaft- Finanzkreise von ihrem eigenen Versagen in der Vergangenheit ablenken wollen, indem sie die Umweltaktivisten und Jugendlichen wie Greta aus Schweden versuchen zu instrumentalisieren und gegen die Klimaleugner und ältere Generationen aufzuwiegeln und zu trennen? Das wäre wirklich ein fatales und verantwortungsloses Spiel, das die Umweltaktivisten schlussendlich für eine aggressive und physische „Selbstverteidigung“ gegenüber den „Umweltschädlingen“ legitimieren würde. „Angstmacher- und Raserei sind keine guten Ratgeber für Innovation, neues Bewusstsein hingegen schon“

Keine Frage, wir brauchen neue Technologien nicht nur um Menschheit und Umwelt schützen zu können, warum wir aber so wenig über grossflächige Aufforstung von Wälder und für alle verfügbares und erschwinglich sauberes, mineralisiertes Wasser diskutieren, ist mir gerade wegen des Klima- und Umweltschutz Hype ein Rätsel! Zum Thema Wasser passt auch die Frage, warum vergiften wir unsere Gewässer mit aller Art von Chemie und Pestiziden? Dabei gibt es ausgezeichnete Erfahrungen mit natürlichen Pflanzenschutzmittel und mineralischen Dünger aller Art.

Spektakuläre Bewegung beim Bitcoin über das Wochenende (Sinnfrage)

Seit Freitagnacht explodierte Bitcoin in Dollar zeitweise über 20% und zeigt uns wieder einmal eindrücklich, dass Bitcoin keineswegs als Zahlungsmittel taugt, sondern einzig als Spekulationsobjekt. Solange wieder genug Spekulanten, auch verursacht durch die nach wie vor ultralockere Notenbankpolitik bereit sind höhere Preise zu zahlen, konnte Bitcoin trotz hohem oder eben gerade extremem Gier Anteil weiter steigen.

Ich bin der Meinung, dass wir uns darüber die Sinnfrage stellen sollten. Eine einzige Bitcoin Transaktion verbraucht mehr als ein Einpersonenhaushalt im Monat! https://t3n.de/news/bitcoin-stromverbrauch-energie-872715/  Da machen für mich die Pläne von Facebook eine Kryptowährung gebunden an einem Währungskorb zu kreieren eindeutig mehr Sinn. Auch eine Kryptowährung gebunden an Gold und/oder Silber kann ich mir weit besser vorstellen. https://www.goldreporter.de/russland-prueft-kryptowaehrung-mit-gold-deckung/gold/84792/   Bitcoin in Dollar im Tages - Chart

Dow Jones, Gold/Unze in Dollar, Dollarindex & EURUSD

Der Dow Jones konnte in der vergangenen Woche knapp kein neues Allzeithoch aber immerhin ein Jahreshoch generieren. Beim Tages - Chart konnte der 150% Expansionslevel abgearbeitet werden und korrigierte daraufhin bis jetzt wieder ca. 230 Punkte. Über dem braunen H4 EMA55 sowie pinkfarbenen H4 EMA200 und insbesondere über der IKH Unterstützungswolke kann der Kurs bullisch bleiben. Dow Jones im Daily - Chart

Die Gold/Unze in Dollar konnte in der abgelaufenen Woche vom nachgebenden Dollar profitieren und ein 5 Jahreshoch generieren. Das Expansionslevel 123.6% konnte abgearbeitet werden, bevor ein bis jetzt kleinerer Rücksetzer erfolgte. Der gelbe Fiboraster wurde am Hoch neu angepasst und ergibt nun eine wichtige hellblaue Supportzone zwischen 50 - 75% zwischen 1365.91 - 1342.95 Dollar. Innerhalb dieser Zone befindet sich der braune H4 EMA55, der am Ansteigen ist. Über dem pinkfarbenen und auch ansteigenden H4 EMA200 und insbesondere über der IKH Wolke ist der Kurs bullisch. Ein neues Hoch würde höhere Expansionslevel zwischen 138.2 - 162.5% bei 1420.78, 1429.39 und 1438.50 Dollar freisetzen Gold/Unze in Dollar Tages - Chart

Der Dollarindex korrigierte in der vergangenen Woche drei aufeinander folgende Tage. Dabei wurden auch das letzte Tief der Vorwoche sowie eine Aufwärtstrennlinie nach unten verlassen.

In der kommenden Woche müssen wir beobachten, von jetzt oder welchem H4 Expansionslevel aus eine wenigstens bärische Erholung starten könnte. Der Kurs notiert im H4 sowie im Tages - Chart unter der IKH Widerstandswolke und hat somit den Aufwärtstrend nach unten verlassen. Im Wochen - Chart sehen wir, dass der Kurs den Rand der IKH Unterstützungswolke erreicht hat. Innerhalb der IKH Wolke und auch zwischen 38.2% - 62.5% Fibo - Korrekturlevel ist der Aufwärtstrend im Wochen - Chart noch immer in Takt. Dollarindex im H4 – Tages – und Wochen - Chart

Der EURUSD konnte auch vom nachgebenden Dollarindex profitieren und hat in der vergangenen Woche ein neues Juni Hoch generieren können. Der Kurs hat sich über der Tages IKH Wolke etablieren können und ist somit über dieser bullisch zu interpretieren. Rücksetzer bis über der IKH Wolke können Kaufgelegenheiten bieten und solange der Kurs darüber notiert können auch noch diverse Expansionslevel in grün als Ziele ins Visier genommen werden. Ein erneutes Unterschreiten der IKH Unterstützungswolke im Tages - Chart wäre hingegen negativ und würde den neuen Aufwärtstrend gefährden. EURUSD Tages - Chart

Markus Menzi Analyst & Charttechniker FMP

https://www.xing.com/communities/groups/swissmaster-und-co-0e5e-1109107

https://www.xing.com/profile/Markus_Menzi4/cv?sc_o=mxb_p

Sonntag 23. Juni 2019

Kontakt

WhatsApp & Tel.

0041 77 456 90 93

SKYPE mameus0759

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

«Gold ein realer und beständiger Wert, dient auch als Panik- und Fieberthermometer der Finanzmärkte »

 

 

SWISSMASTER Modul globales Makrobild

(nebst den bekannten Modulen forex-master & asset-master gibt es bereits die Module Weekly- & Daily Dispositionspläne für Devisen)

Wenn Sie mehr als andere wissen wollen, dann melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns über jede Reaktion.

 

Nr. 15 vom 21. Mai 2019 als PDF, weil viele interessante Charts enthalten sind

http://www.derkursstimmt.ch/images/PDFs/SM20190522Makro.pdf           Link für PDF

Nr. 14 vom 12. Mai 2019

Chart im Original 

VW-Bank trägt 2.6 Mrd. EUR Gewinn zum VW-Konzern bei.

Mit 2.6 Mrd. EUR hat die Finanzsparte von Volkswagen im 2018 mehr verdient als jede andere deutsche Bank. Und das kommt so: 2018 wurden weltweit rund 79 Millionen Pkw verkauft, +59%pa mehr als im Krisenjahr 2009. Der Anteil der Autos, die auf Pump oder per Leasing gekauft werden, wächst und wächst: In den USA sind neun von zehn Fahr-zeugen geleast, in Deutschland drei von vier. Und China liefert frische Kunden: Anfang der Nullerjahre zahlten noch 97% der Chinesen ihren Neuwagen in bar, heute finanzieren ihn 40% auf Pump.

Chart im Original 

2019 wird der Krieg gegen das Automobil fortgesetzt. Zuerst geht es den Diesel Euro 4 und 5 (ja auch mein Fahrzeug ist schon betroffen) an den Kragen, dann wird Euro 6 und schlussendlich der Benziner folgen. Immer mehr wird uns von dem vermeintlich umweltfreundlichen Elektrofahrzeug gepredigt. Dass die Gewinnung der für die Batterien notwendigen Rohstoffe eine Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung zur Folge hat, wird von den Elektrofahrzeugbefürwortern gerne ausgeblendet, denn schliesslich findet die Umweltzerstörung nicht bei uns, sondern in Afrika, Südamerika und Asien statt.

Beispielsweise stammen zwei Drittel des globalen Bedarfs von Kobalt aus Bergwerken der Republik Kongo. Ein Bombengeschäft für die oft ausländischen Betreiber der Minen. Die Einheimischen sind jedoch an den Gewinnen des Kobalt-Geschäfts nicht beteiligt. Mehr Heuchelei geht nicht! Selbst das ZDF schreibt: „Die Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus ist menschenverachtend und umweltschädigend.“ Abgesehen davon hat Deutschland, die Eurozone oder die Schweiz weder die erforderliche Infrastruktur, die erforderlichen Fahrzeuge in ausreichender Stückzahl, noch den Willen in der Bevölkerung für eine rasche Elektrifizierung des Automobilmarktes. Gegenwärtig wird in der Eurozone nur einer von 1.000 Pkw elektrisch angetrieben. Bei Neuverkäufen sind es nur sieben von 1.000. Tatsächlich habe ich mich auch persönlich damit auseinandergesetzt. Autos interessieren jedermann (jede Frau). Ich habe das schönste (subjektiv) SUV mit Elektro-Antrieb testen können. Alles perfekt, vor allem der Sprint von 0 oder auch von 100 km/h nach oben ist explosiv. Aber an der Steckdose zuhause braucht es anscheinend einige Tage, bis der Tank voll ist. Und in meinem Büro im Peaks Place habe ich – leider – nicht einmal einen Stromanschluss. Apropos Tank – die Elektrozapfsäulen sollen schon doppelte Preise verlangen – ich kann es nicht ganz nachvollziehen, aber man munkelt, dass es dann gleich teuer kommt wie eine Benzin- oder Dieselfüllung. Wohin führt das hin? Das Elektrofahrzeug wird rechtzeitig zu Grabe getragen, bevor noch mehr Unsinn gemacht wird. Ich mag mich auch noch an den Trolleybus, speziell in St. Gallen, erinnern. Jetzt führt man in Deutschland eine Teststrecke ein, wo Lastwagen mittels Stromabnehmer elektrisch fahren. Echt jetzt. Wie an der Börse: Manchmal kommt es zu einer Einbahnstrasse und die endet abrupt.

Chart im Original 

Venezuela: Armut in % der Bevölkerung (links) – Rohölproduktion (grösster Abnehmer ist die USA).

Chart im Original

Libor-Zinssatz

Die Finanzpolitik steckt in einem grossen Dilemma. Die Finanzpolitik der grenzenlosen Geldvermehrung und der Staats-schuldenvermehrung sowie eine Weiterführung der konjunkturstützenden direkten und indirekten Eigengeschäfte der Zentralbanken (Offenmarktpolitik genannt) dürften noch ausgeprägter praktiziert werden als in der Vergangenheit.

Jede Abkehr von diesem Verhalten würde die politischen Grundlagen zerstören. In den USA ist der Versuch von Powell, das Zinsniveau wieder zu normalisieren, kläglich gescheitert. Wir steuern unter den heute gegebenen Rahmenbedingungen in Richtung Stagnation mit Inflation (Geldent-wertung).

 

Nr. 13 vom 2. Mai 2019

 

Deutschland: In den vergangenen Monaten hat sich der Abstand zwischen der aktuellen Lagebeurteilung und den Konjunkturerwartungen bei den vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Finanzmarktexperten deutlich verkleinert. War der Saldo der Umfrageergebnisse für die Erwartungen bereits im April 2018 in den negativen Bereich gefallen und seither dort verblieben, fiel in der zweiten Jahreshälfte 2018 vor allem der spürbare Rückgang bei der Lagebeurteilung ins Auge. So haben sich die „harten“ Konjunkturdaten zuletzt weiter eingetrübt, was sich besonders in der Industrie bemerkbar macht, die mit zwei negativen Quartalszuwächsen in Folge in eine technische Rezession abgerutscht ist. Zwar rechnet der Markt mit einem Rebound vor allem in der Automobilbranche, der jedoch mit Blick auf die insgesamt eingetrübte Auftragslage nur verhalten ausfallen dürfte. In diese Richtung wird wohl auch die ZEW-Ergebnisse weisen, bei denen der Markt mit einem weiter nachgebenden Wert für die aktuelle Lage und einer Stabilisierung bei den Konjunkturerwartungen rechnen.

Charts in der Originalausgabe: Militärausgaben Deutschland in Mrd. EUR

Deutschland sieht das geplante Abkommen zwischen Italien und China bezüglich der Teilnahme an dem Projekt OBOR/ Seidenstrasse kritisch. Das Ziel des Seidenstrassenprojekts ist es, die Handelsrouten nach Europa und Afrika auszubauen. Das ist gut, das passt, das hilft dem Wirtschaftsraum Italien und ganz Europa, denn aufstrebende und neu industrialisierte Länder bestimmen den Takt der Weltwirtschaft. Ihr Anteil liegt bei mehr als 60% des Welt-BIP (1990 noch 20%). Sie stehen für 85% der Weltbevölkerung!

Deutschland moniert, dass China durch die bilateralen Abkommen seine Standards weltweit durchsetzen will. Das ist zunächst einmal eine Unterstellung bezüglich der Intention, es ist aber fraglos ein ernst zu nehmendes Thema. Bisher hat der Westen ja genau das gemacht, was man hier China unterstellt. Grundsätzlich ist es wichtig, dass derartige Abkommen, die gültigen Rechtsinstitute der EU/Eurozone nicht unterminieren. Ohne Kenntnis der Details, darf unterstellt werden, dass das bezüglich der Ausformulierung der Abkommen seitens Roms berücksichtigt wurde.

Werfen wir einen Blick auf die Hintergründe des Projekts OBOR: Fakt ist, dass die westlich dominierten supranationalen Veranstaltungen (IWF, Weltbank) seit Existenz 1944 aufstrebende Länder vernachlässigt hatten. Auch der vorbild-hafte Herr Herrhausen als Vorstandssprecher der Deutschen Bank konnte sich mit seiner Initiative Ende der 80er Jahre zu Gunsten der aufstrebenden Länder (Schuldenerlass und Strukturaufbau) gegen das Finanzestablishment der USA und des Finanzplatzes London nicht durchsetzen.

Haushaltssaldo in % vom BIP

Machtkomplex der US-Techwerte im Vergleich

Die Kreise in New York und London verteidigten den gegebenen Status Quo in härtester Form. Der fraglos günstige Zugang zu Ressourcen, ob Rohstoffe oder Arbeitskräfte, garantierte das, solange diese Länder sich eben nicht entwickelten (Struktur = Macht). Die latente Vernachlässigung elementarer Interessen der aufstrebenden Länder (gelebte westliche Geopolitik) war der Katalysator, der China zu Aktivitäten veranlasste. Als Folge wurde mit der New Development Bank eine Alternative zum IWF etabliert, als Alternative zur Weltbank wurde die AIIB gegründet und nach dem Missbrauch des westlich dominierten SWIFT-Zahlungssystems gegen aufstrebende Länder mit CIPS eine Alternative ins Leben gerufen, um sich von der westlichen Dominanz und in Teilen der westlichen Arroganz zu emanzipieren. Der nächste Schritt war die Entwicklung der nicht vorhandenen Infrastruktur in den aufstrebenden Ländern (Aristoteles: Ohne Infrastruktur geht gar nichts!) mit Vorfinanzierungen aus China, um die Handlungsdefizite der letzten Dekaden zu neutralisieren und diesen Wirtschaftsräumen Entwicklungschancen dank Infrastruktur zu erschliessen.

Die Zukunft spielt insbesondere im euroasiatischen Bereich.

China und Russland können einen zu SWIFT alternativen Banken-Clearingmechanismus bereitstellen, so dass Venezuela das US-Finanzsystem umgehen kann und seine Vermögenswerte vor dem willkürlichen Zugriff durch US-Behörden oder Anleihegläubiger sicher sind. Und selbstverständlich können sie auch das Gold, das Venezuela aus New York und London zurückbekommt – wie viel auch immer das sein mag – sicher verwahren.

Vorausschauend müssen China, Russland, der Iran und andere Länder deswegen einen neuen internationalen Gerichtshof gründen, der sich mit der zu erwartenden diplomatische Krise und deren finanziellen und militärischen Konsequenzen beim Einwirken in Venezuela gegen die USA befasst. Ein solcher Gerichtshof – mit seiner assoziierten internationalen Bank als Alternative zu US-gesteuertem IWF und Weltbank – bedarf einer klaren Ideologie, um einen Rahmen für die Prinzipien nationaler Selbstständigkeit und internationaler Rechte zu schaffen, die ihn ermächtigen, seine Urteile umzusetzen und zu vollstrecken.

Damit würden US-Finanzstrategen vor eine Wahl gestellt: Wenn sie weiterhin den IWF, die Weltbank, die Welt-handelsorganisation und die NATO als verlängerten Arm einer zunehmend aggressiven US-Aussenpolitik be-trachten, werden sie damit riskieren, die USA zu isolieren. Europa wird sich dann entscheiden müssen.

Preisratio Platin/Palladium in USD: Trendwende zu Gunsten Platin in den nächsten Quartalen. Rekordwert erreicht.

Venezuela bewahrte eine grosse Menge seines Goldes in Grossbritannien und seines Geldes in den USA auf. Wie konnten Chávez und Maduro diesen Ländern trauen, oder hatten sie keine Wahl? Gibt es realisierbare Alternativen zu New York und London, oder sind sie noch immer die einzige Option für die Zentralbanken der Welt?

Man hat der Bank of England oder der Federal Reserve nie wirklich getraut, aber es schien undenkbar, dass sie einem offiziellen Kontoinhaber verweigern würden, sein eigenes Gold abzuheben. Das übliche Motto ist "Vertraue, aber prüfe". Die mangelnde Bereitschaft oder auch Unfähigkeit der Bank of England, zu bestätigen, bedeutet, dass das ehemals Undenkbare eingetreten ist:

Haben diese Zentralbanken das Gold von Venezuela auf Termin im Post-London Gold Pool oder seinen Nachfolger-Rohstoffmärkten verkauft – in dem Versuch, den Preis niedrig zu halten, um den Schein eines solventen US-Dollar-Standards aufrechtzuerhalten?

Das Beste, was lateinamerikanische Nachbarländer tun können, ist, sich an der Schaffung eines Instrumentes zur För-derung der Ent-Dollarisierung zu beteiligen und damit auch an der Schaffung einer internationalen Institution, die die Schuldenabschreibung von Ländern überwacht, die ihre Schulden nicht zurückzahlen können und dies ohne Austeritäts-Massnahmen und damit ohne die Zerstörung ihrer Wirtschaft.

Wir brauchen eine Alternative zur Weltbank, die Kredite in der einheimischen Währung vergibt (und zwar nicht in US-Dollar!), in erster Linie, um Investitionen in die heimische Nahrungsmittelproduktion zu subventionieren. Dadurch könnte man die Wirtschaft gegen ausländische Lebensmittelsanktionen absichern – das Äquivalent zu einer militärischen Belagerung, die eine Kapitulation durch Hungersnot herbeiführen möchten. Diese Weltbank für wirtschaftliche Beschleunigung würde die Entwicklung der Autarkie ihrer Mitglieder an erste Stelle setzen, anstatt einen Exportwettbewerb zu fördern.